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Cordial bainvagnieu! Herzlich willkommen!

Wir freuen uns, dass Sie auf unserer Homepage hereinschauen. Hier finden sie Informationen und Aktuelles über unsere Kirchgemeinde.
Wenn Sie Fragen haben, nehmen Sie doch einfach
Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns!

Ostergeschichte malen - die biblischen Geschichten lebendig halten

Auch wenn wir uns dieses Jahr nicht zu Kinderfeier oder Gottesdiensten treffen können, wollen wir die biblischen Geschichten gerade zu Karfreitag und Ostern wachhalten. Alle jüngeren und älteren Kinder sind herzlich eingeladen, eine Szene der Geschehnisse um das Osterfest zu malen und bei uns im Pfarrhaus abzugeben. Wir leiten die Bilder dann weiter. Um eine Inspiration fürs Malen zu erhalten, haben wir den Text einer Kinderbibel ("Meine schönsten Bibelgeschichten") aufgenommen. In drei Abschnitten ist er unten zum Abspielen bereit. Wir freuen uns über zahlreiche Bilder!

Ostergeschichte Teil 1: Gründonnerstag

Die Ostergeschichte Teil 2 Karfreitag

Die Ostergeschichte Teil 3 Der Ostermorgen

Violinkonzert fürs Betagtenheim

Da zurzeit keine Besuche im Glienda möglich sind und auch die Bewohner „social distance“ üben müssen, gab es zur Abwechslung in dieser monotonen Zeit ein Konzert „von aussen“. Die Bewohner lauschten sicher hinter den Fenstern, die Musizierenden wanderten zu allen bewohnten Häuserfronten. Auch im Betagtenheim sind wegen des Corona-Virus derzeit keine Gottesdienste möglich.



Konfirmation vom 5. April verschoben auf unbestimmt

Aufgrund der verordneten Massnahmen musste die diesjährige Konfirmation verschoben werden. Wir bedauern dies sehr. Wann die Konfirmation nachgeholt wird, steht im Moment noch nicht fest.
In diesem Jahr werden konfirmiert: Anja Casty, Jasmin Stoffel, Tamara Jäger, Selina Kunfermann, Maurizio Mani, Rina Knaus, Simon Mani, Marino Bossi, Madleina Grischott

Anliegenbuch

Ab sofort liegt in der Kirche Andeer ein Anliegenbuch, um dort persönliche Gebete und Bitten aufzuschreiben. So wird deutlich und sichtbar, dass das Gebet in unseren Kirchen nicht aufhört.

Nachbarschaftshilfe - Wir lassen einander nicht allein!

Gerade Menschen aus Risikogruppen sind aufgerufen zu Hause zu bleiben und sich zu schützen. Wir möchten gerne ganz praktisch helfen, bei Besorgungen oder nötigen Autofahrten und Anderem. Darum bieten wir einen Vermittlungsdienst an. Jede/r, wo bereit ist zu helfen, melde sich doch bitte im Pfarramt (081 661 11 28), genauso alle, die eine Hilfeleistung gerne in Anspruche nehmen. Scheuen Sie sich nicht!

Liebe Gemeinde

Wie geht es Ihnen in dieser Zeit, die von den Corona-Massnahmen geprägt sind? Die einen fürchten sich vielleicht vor allem um Ihre Gesundheit. Andere halten strikt die angeordneten sozialen Distanzregeln ein und verbringen die meiste Zeit zu Hause, allein oder mit Ihren Angehörigen. Manche spüren dadurch Einsamkeit und fühlen ihre eingeschränkte Freiheit. Familien, so höre ich, sind mit ihren Kindern gefordert, die zu Hause ihre Schulaufgaben erledigen müssen und dabei doch besondere Aufmerksamkeit brauchen, nicht mit Kollegen abmachen können und lange auf engem Raum aushalten müssen. Nicht wenige plagen wirtschaftliche und existentielle Sorgen, die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und den Bestand des eigenen Unternehmens, da Gäste oder Aufträge ausbleiben. Das Perfide an dieser Zeit ist doch dabei, dass wir in all diesen Situationen nicht auf gewohnte Ressourcen zurückgreifen können, die uns als Menschen gerade in Notzeiten besonderen Rückhalt geben: die Gemeinschaft eines Vereins, eines Chores, einer Gesellschaft; der Ausgleich im Mannschaftssport; abends in der Beiz, gemeinsam mit Kollegen beim Nachtessen die Schwierigkeiten besprechen, einen Ausgleich finden zu den Nöten, die einem gerade betreffen; die Freude eines gemeinsames Grossanlasses, bei dem man spürt, Teil eines grossen Ganzen zu sein. Das ist gerade nicht möglich, weil das einzige, was jetzt im Moment gegen den Virus hilft, Separierung ist, Vereinzelung, die eigentlich gegen die Natur und dem Grundbedürfnis von uns Menschen steht.

Als ich Sonntag einen „Tatort“ im Fernsehen sah, in denen mehrere Menschen nah beieinander standen und sich zur Begrüssung die Hand reichten, musste ich immer denken: „Hey, die kommen sich alle viel zu nah! Abstand halten!“ Ein wenig war ich erschrocken darüber, wie schnell wir Menschen unser Verhalten, Gewohnheiten und Denken ändern können, was „normal“ und „anständig“ ist. Noch vor zwei Monaten hätte ich es für völlig unmöglich gehalten, je einmal in meinem Leben zu akzeptieren, dass in dem Land, in dem ich lebe, religiöse Feiern verboten sind. Niemals hätte ich gedacht, dass ich in meinem Leben jemals erleben werde, dass unsere persönliche Freiheit de facto derart eingeschränkt sein wird.

Und doch akzeptiere ich dieses, weil es mir das einzig vernünftige Mittel erscheint, dem Virus zu begegnen. Wenn ich dieser Tage durch unsere Dörfer gehe, erscheinen mir die Strassen wie ausgestorben. Paradoxerweise schaudert mich sogar die vergleichsweise verwaiste A13. Mir fehlen die Stimmen der Kinder beim Spielen und das Lärmen der Maschinen, das fröhliche Beieinandersein von Menschen an den bekannten Orten. Und sagte man beim Abschied in den ersten Wochen der Corona-Zeit stets „Bleib gesund!“, rutscht mir heute immer häufiger ein „Halte durch!“ heraus. Denn die Zeit der Einschränkungen und Sorge ist lang. Und mancher fragt sich gewiss: Wie halte ich das mit der Zeit aus?

Mir ist dabei ein Kinderbuch in den Sinn gekommen, dass Sie gewiss auch kennen. In diesem Buch sammeln die Mäuse einer Steinmauer in den warmen Monaten reichlich Getreide und Vorräte, um die kalten Wintermonate zu überstehen. Nur Frederick, der Namensgeber dieses Kinderbuches, scheint nicht zu arbeiten. Er sitzt nur da in der Sonne. Doch im Winter, als die meisten Vorräte aufgebraucht und die anderen Mäuse von der Schwermut ergriffen wurden angesichts der langen dunklen, kalten Zeit, da holt Frederick seine Vorräte heraus: die Erinnerung an Sonnenstrahlen, an Farben und Wörter. Die anderen Mäuse schienen wie verzaubert.

Möglicherweise müssen auch wir nun eine Weile von den Erinnerungen an bessere Zeiten leben. Mögen die Essensvorräte noch vorhanden sein oder wenigstens die Sonne scheinen, das gemeinschaftliche Leben fehlt doch. Neulich schickte mir jemand aus unserer Gemeinde ein Foto von einer gemeinsamen Reise unserer Kirchgemeinde vor einigen Jahren. Andere werden vielleicht gute Erinnerungen an das Kirchfest haben, den Berggottesdiensten, dem Gottesdienst in unserer Kirche in der Heiligen Nacht oder an das Beisammensein im Begegnungscafé.

Nicht anders erging es dem Volk Gottes in der Zeit des Exils in Babylon. Während sie fern der Heimat gefangen waren, sehnten sie sich, Gottesdienst im Jerusalemer Tempel feiern zu können und schrieben: Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten. (Psalm 27,1+4)

Halten wir durch, liebe Gemeinde, und bleiben sie gesund! Herzlich grüsst Sie Ihr Pfr. Jens Köhre