EVANGELISCHE KIRCHGEMEINDE ANDEER

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Kirche Pignia

Anfänglich stand in Pignia eine Kapelle, die St. Valentin geweiht war und zur Talkirche St. Martin in Zillis gehörte. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird sie im Jahr 1518. Der Übergang zum reformierten Glauben erfolgte wie in den anderen Gemeinden des Schams um ca. 1532.
1601 trennte sich Pignia von der Hauptkirche in Zillis und hatte somit ihre selbständige „Kirchhöre“. Im 18. Jahrhundert konnte der erste eigene Pfarrer angestellt werden.
Wegen der Auswanderungswelle in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte sich Pignia keinen eigenen Pfarrer mehr leisten. Dadurch ergab sich eine Pastorationsgemeinschaft mit Andeer, Clugin und Ausserferrera.
Heute ist Pignia Teil der Kirchgemeinde Andeer.

Bauliche Erweiterungen und Anpassungen

Der Chor wurde wahrscheinlich Ende des 15. Jahrhunderts erbaut.
1803 kam dann der Turm in seiner jetzigen Form dazu.
1811 brachte man die grosse Glocke mit Saumpferden nach Mailand und goss sie um. Die kleine Glocke, die aus dem Jahre 1631 stammt, ist starr im Glockenstuhl befestigt und wird im Gegensatz zur grossen mit dem Klöppel angeschlagen.
Im 20. Jahrhundert erfolgten weitere Anpassungen: Die ursprünglich in deutscher Sprache abgefassten Wandsprüche wurden übermalt. Während der grossen Renovation von 1940 legte man den Boden mit Steinplatten aus einheimischem Granit aus. Kanzel, Bänke, Tauftisch und Wandtäfer wurden ersetzt.
1968 musste Pignia den Schulbetrieb einstellen. Damit verlor die Kirchgemeinde ihr „Winterquartier“ für die Gottesdienste in der geheizten Schulstube. Folglich wurden in der Kirche die Wandbeleuchtung und eine Bankheizung eingebaut.
1980, nach über 40-jährigem „Handbetrieb“ durch die Gebrüder Mani, wurde das Glockengeläute elektrifiziert. Zugleich erhielt der Turm zwei Uhren.
Im Zusammenhang mit der grossen Innenrenovation 1982/83 wurde das alte Harmonium durch eine gediegene kleine Orgel ersetzt. Die alten Chorfenster erhielten Butzenscheiben. Sich auf die eigene Geschichte und Kultur besinnend, versah man die weissgetünchten Wände mit Bibelversen und Segenssprüchen in romanischer Sprache.
1988/89 musste ein weiteres Mal tief in die Kirchenkasse gegriffen werden. Das Kirchendach wurde mit Kupfer neu eingedeckt und mit Blitzschutz versehen. Mit der Anpassung des Türvorbaus wurde die Aussenrenovation abgerundet.